Ragusa ist eine Stadt auf der italienischen Insel Sizilien und die Provinzhauptstadt der Provinz Ragusa. Sie ist eine der spätbarocken Städte des Val di Noto, die 2002 von der Unesco zum UNESCO-Welterbe erklärt worden sind.
Lage und Daten
Ragusa liegt in den Monti Iblei auf einer Höhe von 520 m über NN und ist 92 km von Syrakus und 248 km von Palermo entfernt. Die Stadt belegt eine Fläche von 442,37 km². Hier leben 72.419 Einwohner.
1693 wurde die Stadt von einem Erdbeben fast vollständig zerstört und ihre Vergangenheit, arabische und mittelalterliche Spuren inbegriffen, vernichtet. Im Rahmen des Wiederaufbaus entstanden zwei Stadtteile, Radus Ibla auf dem Gebiet der ursprünglichen Stadt und einer auf einem etwas höher gelegenen Felsplateau im Westen.
Sehenswürdigkeiten
Der Stadtkern besteht aus zwei Teilen, die durch eine Schlucht getrennt sind. Im Osten liegt an der Stelle der alten Stadt die Unterstadt Ragusa Ibla mit prächtigen Bauten im Stil des sizilianischen Barocks aus dem 18. Jahrhundert. Hier befindet sich ein großer Teil barocker Kirchen und Paläste.
Das Stadtbild hat hier noch weitgehend mittelalterlichen Charakter, die verwinkelten Gässchen und Strassenzüge blieben beim Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben von 1693 erhalten.
Im Osten in einer grosszügigen Parkanlage ergibt sich von einer Terasse ein Blick in die Schlucht der Flusschleife, die den historischen Kern von Ragusa umgibt.
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