Dieses alte öffentliche Pissior ist ein interessantes Fotoobjekt, auch für Shootings. Es ist jedoch zu beachten, dass das Urinal saniert und in Betrieb, also öffentlich zugänglich ist. Bei Shootings kann es also Überraschungen geben.
Café Achteck ist eine scherzhafte Bezeichnung für öffentliche Pissoirs und Pinkelrinnen in Berlin. Diese Bedürfnisanstalten bestehen aus acht grün lackierten gusseisernen Wandsegmenten und bilden geschlossen gleichwinklig aneinander gestellt einen achteckigen Grundriss. Der Entwurf für diese Bedürfnisanstalten stammte vom Stadtbaurat Carl Theodor Rospatt aus dem Jahre 1878. Im Jahre 1920 gab es etwa 142 von diesen achteckigen Häuschen im neuen Groß-Berlin. Auch heute sind noch einige erhaltene Exemplare zu finden. Sie bieten im Innern Stehplätze für sieben Bedürftige.
Die Vorgängertypen, deren Aufstellung vom damaligen Polizeipräsidenten Guido von Madai Anfang der 1870er-Jahre veranlasst wurde und die dem „Café Achteck“ weichen mussten, trugen die umgangssprachliche Bezeichnung Madai-Tempel. Die aufkommende Konkurrenz bewirkte im Jahre 1889 ein ebenfalls achteckiges, aber runderes Modell der Unternehmergruppe Asten und Hirschberg, das dann von den Berlinern wegen der Ähnlichkeit mit gleichnamigen Bauten als „Rotunde“ bezeichnet wurde.
Die ersten beiden Anlagen des Rospattschen Typs sind 1879 auf dem Weddingplatz und dem Arminiusplatz (Rathausvorplatz in Moabit) aufgestellt worden. Der offiziell Waidmannslust genannte Typ wurde bald auch von den Nachbarstädten oder -gemeinden Berlins übernommen. Diese zugigen Steh-Pissoirs mit kostenloser Wasserspülung waren eine reine Männerdomäne.
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Cafe Achteck aus der freien Enzyklopädie
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