Megiddo wird als wichtigste archäologische Stätte der biblischen Periode in Israel und als eine der bedeutendsten Forschungsstätten des Nahen Ostens angesehen. Megiddo war während einer Zeitspanne von mehr als fünf Jahrtausenden kontinuierlich besiedelt (von ungefähr 6000 bis 500 v.Chr.) Die militärische Bedeutung des Ortes und seine Rolle als militärisches Schlachtfeld spiegeln sich in der Apokalypse des Johannes im Neuen Testament. Armageddon, abgeleitet von „Har Megiddo“ (der Berg von Megiddo), erscheint dort als der Ort der biblischen Endschlacht zwischen Gut und Böse (Off. 16,16).
Edward Robinson identifizierte das biblische Megiddo im 19. Jahrhundert mit dem Tell el-Mutesellim nahe dem arabischen Dorf el-Leğğūn. Dabei gibt es für Megiddo eine Vielzahl von Benennungen: Mәgiddō (semitisch), Mkt (ägyptisch), Magiddā (Taanachbrief 5.15), Magidū (assyrisch) und (Άρ)μάγεδον (Apost. 16,16) Der semitische Ortsname geht wohl auf die Wurzel MGD zurück, was von einem theophoren Namen „Geschenk (des Gottes NN)“ abgeleitet ist.
Das strategisch günstig gelegene Megiddo kontrollierte eine der wichtigsten Handels- und Militärstraßen der Antike, die Via Maris, welche Ägypten mit Syrien und Mesopotamien verband. Der Tell überwachte die Straße an der Stelle, wo sie aus dem Karmelgebirge kommend in die Jesreelebene überging. Die fruchtbare Ebene stellte dabei die ökonomische Basis der Stadt dar.
Kibbuz Megiddo
In unmittelbarer Nähe des Siedlungshügels wurde 1949 der Kibbuz Megiddo gegründet. An seiner Stelle hatte sich zuvor die arabische Siedlung al-Lajjun befunden.
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Megiddo in der Fassung #58479022 vom 30.03.2009 07:48 aus der freien Enzyklopädie
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