Der Sage nach soll Butrint vom Helden Aeneas besucht worden sein, als es ihn nach seiner Flucht aus dem brennenden Troja auch nach Illyrien verschlug, bevor er später nach Latium kam und zum Stammvater der Römer wurde. In Butrint trifft er auf Andromache und Helenos, die, ebenfalls aus Troja entkommen, über Chaonia herrschen.
(Vergil, Aeneis 3,293 ff.)In einer anderen Version der Sage macht Aeneas an der Straße von Korfu halt und wollte den Göttern für die gelungene Flucht ein Dankesopfer bringen. Er will einen Stier schlachten, doch dieser springt verwundet ins Meer, durchschwimmt die Lagune und bricht am Ufer tot zusammen. Das deutete man als Zeichen der Götter und gründete hier die Stadt. Seitdem trägt der Ort den Namen Butrint, was soviel bedeutet wie
verwundeter Stier.
Bauwerke
Zu den wichtigsten ausgegrabenen Bauwerken zählt das Löwentor aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., einer von sechs Eingängen zur Stadt. Es zeigt einen Löwen, der dabei ist, einen Stier aufzufressen. Der Löwe sollte höchstwahrscheinlich die Bewohner der Stadt symbolisieren und der Stier ihre Feinde. Das Tor verfügt lediglich über einen sehr engen Durchgang, um möglichst nur wenigen Personen zugleich das Eindringen zu ermöglichen.
Zu den weiteren wichtigen Entdeckungen aus der Antike zählen Theater, Dionysos-Altar, Asklepios-Tempel, Nymphäum, eine römische Badeanlage, ein Gymnasion und das Baptisterium aus dem 5. Jahrhundert, in dem die Christen getauft wurden. Hier finden sich auch sehr gut erhaltene Mosaike mit zahlreichen Symbolen und Tierdarstellungen.
Aus der Zeit des Kaiser Justinians stammt die frühchristliche Basilika. Auf einem Hügel über der Stadt errichteten die Venezianer im Mittelalter ein Kastell, in dem sich heute ein Museum befindet.
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Butrint in der Fassung #58946819 vom 12.04.2009 14:45 aus der freien Enzyklopädie
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