Der Luisenpark ist neben dem Herzogenriedpark und dem Schlossgarten eine der großen Parkanlagen der Stadt Mannheim. Der Eigenwerbung der Betreibergesellschaft, der Stadtpark Mannheim Wirtschaftsbetriebs-GmbH, nach, handelt es sich bei dem Oberen Luisenpark um "eine der schönsten Parkanlagen Europas".
Kutzerweiher
Der Kutzerweiher mit 40.000 Quadratmetern zeichnet die Form eines alten Neckararmes nach. Auf ihm fahren die Gondolettas, Boote mit Gleitkupplung an einem Unterwasserseil einen 1.840 Meter langen Rundkurs.
Seebühne
Die Open-Air Seebühne mit rund 1.000 Sitzplätzen bietet – seit 2006 unter dem programmatischen Namen Seebühnenzauber – Platz für Konzerte, Operetten, Musicals, Shows und Schauspiele.
Chinesisches Teehaus
Das chinesische Teehaus wurde 2001 in Zusammenarbeit mit Mannheims chinesischer Partnerstadt Zhenjiang der Klaus Tschira-Stiftung in Heidelberg und der Stadt Ludwigshafen angelegt. Die Errichtung des Gartens mit Teehaus wurde durch die von dem Diplom-Kaufmann Georg Schmuck überlassene Erbschaft in Höhe von 1,77 Millionen DM ermöglicht, die als Grundstock für die Finanzierung des Vorhabens diente. Das Chinesische Teehaus gilt als das größte Teehaus in Europa.
Pflanzenschauhaus
Das Pflanzenschauhaus mit seinen 2.700 Quadratmetern steht seit 1958 an der Stelle des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Palmenhauses. Es enthält ein Schmetterlingshaus, Volieren sowie Salz- und Süßwasseraquarien (Erweiterung 1974).
Fernmeldeturm
Überragt wird der Luisenpark von dem 205 Meter hohen und 1973 bis 1975 errichteten Mannheimer Fernmeldeturm mit seinem Drehrestaurant in 125 Meter Höhe.
Rennwiese
Die Rennwiese an der Stelle der ursprünglichen Pferderennbahn ist eine Freizeitwiese mit 30.000 Quadratmetern, die gesäumt wird von Tiergehege und Bauernhof mit Haustieren und dem chinesischen Teehaus.
Der Untere Luisenpark
Dieser Teil des Parkes ist frei zugänglich, wird infolge dessen vielfältig genutzt und hat zur Zeit einen sehr naturnahen Charakter.
- Dort befindet sich der Gedenkstein für Prof. Dr. Carl Wilhelm Casimir Fuchs (1837-1886), dem man mit seinem Erbe den Luisenpark zu verdanken hat.
- An Dr. Ludwig Frank (1874-1914) erinnert eine Jünglingsfigur. Frank war Rechtsanwalt in Mannheim, Politiker der SPD, Mitglied des Badischen Landtages und des Reichstages. Das erste Denkmal wurde für ihn 1924 erstellt, 1933 zerstört und 1950 die heutige Figur zu seinen Ehren aufgestellt.
- Das Planetarium im Unteren Luisenpark wurde 1927, als eines der weltweit ersten, eröffnet. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, hat man 1953 die oberen Gebäudereste abgebrochen, sodass heute nur noch die Fundamentreste als Hügel erkennbar sind. Durch dieses Bauwerk erhielten zwei spätere Weltraumpioniere ihre Inspiration, weil sie in unmittelbarer Nähe, Bassermannstraße 55, wohnten:
- Prof. Dr. Ing. Fritz Haber (Raumfahrtingenieur) (1912-1998), bekannt durch die Simulationsmethode für Schwerelosigkeit und die Transporttechnik für Raumfähren (Huckepackverfahren).
- Prof. Dr. Heinz Haber (1913-1990) Er befasste sich mit der Weltraummedizin und gab später sein Wissen populärwissenschaftlich mit Büchern, Fernsehreihen und als Herausgeber von Zeitschriften weiter.
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