Zum Schutz des Rüstungszentrums Spandau wurde nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 ein Festungsgürtel von vier Forts um die Stadt geplant, von denen aber nur eines realisiert wurde, da die Entwicklung der Artilleriegeschosse, vor allem die Einführung der Brisanzgranate, diese Art von Befestigung inzwischen unwirksam gemacht hatte.
Durch die Ausschachtung des Hahnebergs (66 m ü. NN) und das Versenken des Forts ist das sechseckige „detachierte Werk“ mit einer Fläche von 450 m x 170 m von außen kaum zu erkennen.
Nach seiner Indienststellung wurde das Fort bis 1945 u.a. als Kaserne und Zentralarchiv für Wehrmedizin vorwiegend militärisch genutzt. Während des Buchrucker-Putsches am 1. Oktober 1923 wurde das Fort zusammen mit der Spandauer Zitadelle für kurze Zeit von Putschisten besetzt, die sich aber bald regulären Reichswehreinheiten ergeben mussten. Von 1924 – 1934 wurde es teilweise dem „Flugtechnischen Verein Spandau 1924 e.V.“ überlassen, der dort Segelflugzeuge baute. Nach Kriegsende wurden Teile des aus Ziegelstein errichteten Bauwerks zur Gewinnung von Baumaterial für den Wiederaufbau Berlins abgerissen. Bis zum Mauerfall 1989 befand sich das Fort im Bereich der Sperranlagen der Grenzübergangsstelle Heerstraße und ist erst seit 1990 der Öffentlichkeit wieder zugänglich. Seit 1993 wird es von der "Arbeits- und Schutzgemeinschaft Fort Hahneberg e.V." betreut, die regelmäßig Führungen anbietet.
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Fort Hahneberg aus der freien Enzyklopädie
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