Der Name ist plattdeutsch und bedeutet „Pflanzen und Blumen“. Der Gründer und erste Direktor des Botanischen Gartens in den Wallanlagen, Johann Georg Christian Lehmann, pflanzte am 6. November 1821 eine Platane, den ersten Baum des Parks, der bis heute am Eingang Dammtor erhalten geblieben ist.
Im Sommer finden hier öffentliche Theatervorstellungen, Wasserlichtkonzerte und Musikdarbietungen statt. Der Eintritt ist frei. Wegen der Parkanlagen und der Spielplätze ist der Park aber auch unabhängig von Veranstaltungen ein beliebtes Ausflugsziel.
Tropengewächshäuser
Planten un Blomen verfügt im Zentrum des Parks über einen Tropenhauskomplex, die Schaugewächshäuser des alten, nach Klein Flottbek verlegten Botanischen Gartens (täglich tagsüber geöffnet, Eintritt frei).
Die Gewächshäuser wurden in den Jahren 1962/63 nach Entwürfen von Bernhard Hermkes errichtet. Ihre Eröffnung fand im Rahmen der IGA 1963 statt. Die Grundfläche der Gewächshäuser beträgt rund 2.800 m². Sie haben eine maximale Höhe von 13 Meter. Eine Besonderheit dieser Anlage besteht darin, dass die Glaskonstruktion an außen liegenden Profilen aus Hohlkästen aufgehängt ist und dadurch die Innenräume frei von tragenden Elementen sind.
Der Komplex gliedert sich in fünf Bereiche. Die einzelnen Bereiche sind nach unterschiedlichen Pflanzen und Klimazonen gegliedert. So gibt es neben dem eigentlichen Tropenhaus auch ein Subtropenhaus, ein Kakteenhaus und ein Farnhaus.
Heute stehen die Gewächshäuser sowie die angrenzenden Mittelmeerterrassen unter Denkmalschutz.
Alpinum
Zum Ende des 19. Jahrhunderts kam es in Mode, Gebirge und ihre Pflanzenwelt im kleinen Maßstab nachzubilden. Auch Gartendirektor Eduard Zacharias legte 1903 am Südhang des (alten) Botanischen Gartens ein solches Alpinum an.
Enzian und Edelweiß sind heute zwischen den Felsbrocken nicht mehr zu finden, die kurvenreichen Pfade des Alpinums sind jedoch erhalten. Die Pflanzenwelt der Berge zog mit in den neuen Botanischen Garten nach Klein Flottbek.
Apothekergarten
Im Apothekergarten finden jeweils am zweiten Sonntag von Mai bis September Führungen durch den Hamburger Apothekerverein statt.
Japanischer Garten mit Teehaus
Der Japanische Garten in Planten un Blomen prägt einen zentralen Bereich und liegt zwischen dem Hamburger Congress Centrum und der Hamburg-Messe. Er wurde 1988 von Gartenarchitekt Yoshikuni Araki gestaltet und ist der größte seiner Art in Europa. Obwohl sich die Gestaltung streng an den Gestaltungsrichtlinien der klassischen japanischen Gärten orientiert, fügt er sich hervorragend in das Gesamtbild des Parks ein. Die verschiedenen Pflanzen ergeben mit Felsen und fließenden Gewässern ein Abbild der japanischen Gartenkultur.
Im Mittelpunkt des Japanischen Gartens liegt ein See, an dessen Ufer seit 1990 ein rustikales, original japanisches Teehaus steht. Hier werden in den Monaten Mai bis September klassische Teezeremonien zelebriert und man kann verschiedene Teesorten probieren. Daneben finden weitere Veranstaltungen in unregelmäßigen Abständen im Teehaus statt. So kann man sich an Workshops zur japanischen Kalligrafie beteiligen, an Taiko-Trommelworkshops teilnehmen oder sich über japanische Duftzeremonien informieren.
Rosengarten
Der Rosengarten mit einer Fläche von rund 5.000 m² ist seit 1993 Bestandteil von Planten un Blomen. Seine Anlage erfolgte im sogenannten „klassischen Stil“. Im Rosengarten wurden ungefähr 300 verschiedene Rosenarten angepflanzt, darunter historische Rosen, Parkstrauch- und Wildrosen, Kletterrosen oder Teehybriden. Die Bepflanzung wurde durch Stauden, Sommerblumen und verschiedene Kleingehölze ergänzt.
Zahlreiche Rosenbögen und Sitzecken runden das Ensemble ab. Im Mittelpunkt des Rosengartens steht ein Pavillon, in dem man sich während der Sommersaison über verschiedene Rosensorten und ihre Pflege informieren lassen kann. Im Sommer ist hier täglich klassische Musik zu hören. Im Jahr 2004 gab es heftige Proteste der Hamburger Bürger, unter anderem auch von Hannelore Schmidt, als bekannt wurde, dass im Zuge der Erweiterung des CCH ein Teil des Rosengartens aufgegeben werden sollte. Durch einen Kompromiss gelang es, dies teilweise zu verhindern.
Farbige Wasserlichtkonzerte
Die Wasserlichtkonzerte finden von Anfang Mai bis Ende September jeden Abend statt. Wasserkonzerte ohne Licht und Musik gibt es auch nachmittags. Die Konzerte dauern jeweils rund eine halbe Stunde. Die Wasserorgel am Parksee besteht aus einer Fontänenanlage, einer Musikanlage und einer Lichtanlage.
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