Durch unkontrolliertes Aushöhlen des Altenberger Zinnerz-Zwitterstockes
infolge Feuersetzens traten bereits 1545 erste Brüche auf. Danach wurde
das Erz sowohl aus dem Festgestein als auch aus der Bruchmasse
gewonnen. Durch Fortführung des ungehemmten Feuersetzens im Festgestein
entstanden erneut große Weitungsbaue,
die dem Druck des Deckgebirges nicht standhielten. 1578, 1583, 1587 und
1619 kam es zu weiteren Brüchen, wobei nicht geklärt ist, ob diese
absichtlich herbeigeführt wurden. Der umfangreichste Pingenbruch
erfolgte am 24. Januar 1620. Dabei entstand ein an der Oberfläche 2 ha
großer Einsturztrichter, der 36 Gruben zerstörte. In den folgenden
Jahrhunderten wurde der Bergbau durch Förderung der Bruchmassen „von
unten“ bis 1991 fortgeführt. Dabei traten weitere anfangs
unkontrollierte, später aber geplante Folgebrüche auf. Somit
vergrößerte sich die Altenberger Pinge bis zur Einstellung des
Zinnerzbergbaus auf 12 ha Fläche, 150 m Tiefe und 450 m Durchmesser.
Heute ist die
Große Pinge nicht nur eine der Attraktionen Altenbergs, sie wurde zudem im Mai 2006
von der Akademie der Geowissenschaften zu Hannover als eines der 77
bedeutendsten nationalen Geotope Deutschlands prädikatisiert.
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Pinge aus der freien Enzyklopädie
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