Dadurch sollte die Zahl der Schleusen verringert werden. Das Bauprojekt wurde mit Beginn des 2. Weltkrieges aufgegeben. Jedoch ist im Gespräch, falls es die wirtschaftliche Lage erfordert, den Kanal zu vollenden.
Planung
Der Plan umfasste einen Abzweig bei km 138,3 oberhalb der Schleuse Gleesen eine neue Fahrt parallel zum Dortmund-Ems-Kanal zu führen. Östlich des heutigen Kernkraftwerk Emsland und der Stadt Lingen führt eine schon zum Teil begonnene Trasse des im Lingener Volksmund gelegentlich als "Hitler-Kanal" bezeichneten Kanals. Der Kanal würde den weiteren Verlauf zwischen Laxten und dem Wohngebiet Gauerbach einschlagen, durch Brögbern laufen und ab Osterbrock parallel zum DEK. Meppen würde östlich umlaufen. Im Meppener Stadtrandgebiet sind noch heute die damaligen Brückenauffahrten aufgeschüttet. Deutich zu erkennen sind sie am Helter Damm (Baugebiet Feldkamp), sowie zu Beginn des Schlagbrücker Weges. Westlich der WTD 91 ist ein weiteres Stück der Trasse teilfertiggestellt. In Höhe der Ortschaft Hemsen ist dieses teilweise mit Wasser gefüllt. Zwischen Emmeln und Tinnen läuft er auf die Transrapid-Teststrecke zu, wo ein weiteres Stück teilvollendet ist. Neben der Laufbahn des Transrapid laufend, führt das teilvollendete Stück Richtung Papenburg. Bei Dörpen kreuzt der Küstenkanal das teilfertige Bett. Schlängelt sich zwischen Aschendorf und Papenburg auf die Ems, etwa da, wo heute der Hafen der Meyer Werft liegt ( km 225,82 DEK ). Die Planung wurde 1936 begonnen und der Bau 1938. 1942 kam der Bau zum Erliegen, da er als nicht kriegswichtig eingestuft wurde. Nach Beendigung des Krieges wurde der Bau nicht weitergeführt. Teilweise stehen heute neuere Bauwerke auf der Trasse des Kanals, die bei einer Fortsetzung der Bauarbeiten abgerissen würden, was die Bauherren zuvor unterzeichnen mussten.
Heutiger Zustand
Die Trasse des Seitenkanals Gleesen-Papenburg gehört zu ca. 80 % dem WSA. Damit wäre der Bau der Trasse möglich. Seit dem 100 jahrigen Jubiläum des Dortmund-Ems-Kanals im Jahr 1999 werden die Stimmen immer lauter den Kanal in den nächsten Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen. Die Kosten würden relativiert, da der Streckenabschnitt des Dortmund-Ems-Kanals ausgebessert werden muss und der Nutzen durch den Bau für die Region sehr hoch wäre. Durch diese Vorhaben würden sechs Schleusen wegfallen und sechs Stunden Fahrzeit auf dem Streckenabschnitt eingespart werden.
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Seitenkanal Gleesen-Papenburg aus der freien Enzyklopädie
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