Noch heute erhalten ist die zu den Gleisen quergestellte Portikus, die zugleich den nördlichen Giebel der Bahnhofshalle bildete und durch deren vier torartige Bögen je ein Gleis führte. Die vier Gleise vereinigten sich nördlich des Bahnhofes in einer Drehscheibe, auf der die Lokomotiven gewendet wurden. Über den vier Portalen verweist eine gebäudebreite Inschrift auf den (ehemaligen) Eigentümer des Bahnhofs. In der Mitte des Schriftzugs befindet sich eine große Uhr. Die Portikus wird zu beiden Seiten von je einem Turm mit quadratischem Grundriss flankiert.
Nach Süden schloss sich direkt an die Portikus die nicht mehr erhaltene 95 m lange Bahnhofshalle an, deren hölzerne Dachkonstruktion von zwanzig Eichensäulen (je zwölf Meter hoch) getragen wurde. Auf beiden Seiten der Halle befanden sich zweigeschossige Längsgebäude: im Osten die Ankunft, im Westen die Abfahrt. An diese Längsgebäude waren je ein Verwaltungsgebäude im Norden und im Süden angebaut. Die nördlichen, zweigeschossigen Verwaltungsgebäude waren mit der Portikus durch je eine dreibogige, der Nordfassade aber zurückgesetzte Galerie verbunden.
Bei den Bombenangriffen vom 4. Dezember 1943 und 20. Februar 1944 wurde der Bahnhof teilweise zerstört. Während die Portikus und die Gebäude der Westseite weitgehend erhalten blieben, brannte die hölzerne Bahnhofshalle aus; auch die Gebäude der Ostseite mussten später größtenteils abgerissen werden. Die Portikus wurde im Jahr 1991 saniert, die Gebäude der Westseite werden seit 1999 von einer Brauerei genutzt, die hier auch Gastronomie anbietet. Am 10. Juni 2001 wurde der Bahnbetrieb auf dem Bayerischen Bahnhof (zuletzt noch mit Regionalzügen nach Altenburg und Zwickau) vollständig eingestellt.
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Leipzig Bayerischer Bahnhof aus der freien Enzyklopädie
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