Der Entwurf der Alten Börse weist in vielen Details Parallelen zum Palais im Großen Garten und dem Lusthaus im Italienischen Garten in Dresden auf. Oberhalb der zweiarmigen prunkvollen Treppenanlage halten zwei geflügelte Knaben, einer mit einem Merkurstab, ein prunkvolles Leipziger Stadtwappen. Während die zweite Etage als Börsensaal genutzt wurde, vermietete man das Erdgeschoss an Kaufleute. Die Fassaden des freistehenden Gebäudes sind auf allen Seiten gleichmäßig mit hochrechteckigen und darüber niedrig querrechteckigen Fenstern versehen. Die Alte Handelsbörse vereint damit Elemente des niederländischen ebenso wie des italienischen Barocks, was sie zu einem ganz besonderen Schmuckstück der Leipziger Baukunst macht.
Im Zweiten Weltkrieg brannte die Alte Handelsbörse vollständig aus, was zum Verlust der wertvollen Stuckdecken des Italieners Giovanni Simonetti und der von Johann Heinrich geschaffenen Deckenausmalung führte. Das 1943 zerstörte Gebäude wurde durch ein Notdach gesichert. Ab 1955 begannen die Arbeiten zur Wiederherstellung. Diese wurden 1962 abgeschlossen. In der Folge erhielt das Gebäude seine heutige Farbgebung. Der ehemalige Börsensaal wird seit dem für kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte und Ausstellungen genutzt.
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Alte Handelsbörse (Leipzig) aus der freien Enzyklopädie
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