Auerbachs Keller befindet sich in der Grimmaischen Straße 2 in der Leipziger Altstadt, nur wenige Schritte vom Markt entfernt, unter der Mädlerpassage. Er verfügt über vier historische Gaststuben (den Fasskeller, das Lutherzimmer, das Goethezimmer und die Stube Alt-Leipzig; von denen jede nur 20-40 Plätze hat und deshalb lange vorher reserviert werden muss) sowie den 1913 neu gebauten Großen Keller.
Der Weinausschank wurde schon 1438 erwähnt. Ihren heutigen Namen erhielt die Gaststätte nach dem damaligen Eigentümer, dem Leipziger Stadtrat und Medizinprofessor Dr. Heinrich Stromer, der nach seinem Geburtsort Auerbach in der Oberpfalz nur „Dr. Auerbach“ genannt wurde. Als Leibarzt des Kurfürsten von Sachsen ließ ihm dieser wegen treuer Dienste das Weinlokal einrichten.
Seine weltweite Bekanntheit verdankt Auerbachs Keller, der schon im 16. Jahrhundert zu den beliebtesten Weinlokalen der Stadt gehörte, vor allem Johann Wolfgang von Goethe. Dieser weilte während seines Studiums in Leipzig 1765-1768 oft in Auerbachs Keller. Hier sah er die beiden um 1625 entstandenen Bilder auf Holz, auf denen Faust mit Studenten pokuliert und - auf dem anderen - auf einem Weinfass zur Tür hinaus reitet. Die Faustsage kannte er bereits aus Kindertagen durch das Puppenspiel vom Doktor Faust, das auf Jahrmärkten aufgeführt wurde. Mit der Szene Auerbachs Keller in Leipzig in Faust I hat er seinem Studentenlokal und der Stadt ein literarisches Denkmal gesetzt: Mein Leipzig lob ich mir! Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute.
1912 bis 1914 wurde Auerbachs Keller im Zuge des Abbruchs der darüber liegenden mittelalterlichen Bebauung und der Errichtung der Mädlerpassage grundlegend umgebaut und erweitert.
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Auerbachs Keller aus der freien Enzyklopädie
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