Sie dient dem Gedenken an die 22.000 russischen Soldaten, die während der Völkerschlacht 1813 um Leipzig gefallen sind und befindet sich an der Kreuzung Philipp-Rosenthal-Straße/Semmelweißstraße in Nähe der Deutschen Bücherei.
Der Baubeginn der vom Architekten Wladimir Alexandrowitsch Pokrowski im Nowgoroder Stil entworfenen 16-seitigen Zeltdachkirche war am 28. Dezember 1912. Seine Bauwerke stehen in Nischni Nowgorod, Sankt Petersburg und Moskau. Nach 10-monatiger Bauzeit fand genau 100 Jahre nach der Völkerschlacht am 17. Oktober 1913 die Konsekration und am 18. Oktober 1913 die Kirchenweihe statt. Die Baukosten betrugen 1 Mio. Goldmark bzw. 250.000 Rubel, von denen mehr als die Hälfte aus Spenden finanziert wurde. Beteiligt an dem Entwurf des Gebäudes waren auch die Leipziger Architekten Georg Weidenbach und Richard Tschammer.
Das Gebäude besteht aus einer Winter- und einer Oberkirche, in der sich 78 Ikonen des russischen Malers L. M. Emeljanow befinden. Der 55 Meter hohe Turm mit seiner vergoldeten Zwiebelkuppel nach altrussischem Vorbild ist weit über Leipzig zu sehen.
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Russische Gedächtniskirche aus der freien Enzyklopädie
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