Es wurde maßgeblich durch die Bildhauer Christian Behrens (1852-1905) und Franz Metzner (1870-1919) gestaltet.
- Grundsteinlegung: 18. Oktober 1898
- Einweihung: 18. Oktober 1913
- Baudauer: 15 Jahre
- Höhe: 91 m
- Höhe der Kuppelhalle (Innenhöhe): 68 m
- Fundamentplatte: 70 m × 80 m × 2 m
- Anzahl der Fundamentpfeiler: 65
- Gesamtzahl der Stufen bis zur Plattform: 500
- Fußbreite: 126 m
- Masse aller baulichen Anlagen: 300.000 t
- Anzahl der verbauten Natursteinblöcke: 26.500
- Menge des verbauten Betons: 120.000 m³
- Kosten: 6 Millionen Goldmark
Vom Beginn des Sockels bis zur Aussichtsplattform auf der Spitze sind es 500 Stufen, die größtenteils in engen Wendeln nach oben gehen. Seit kurzem existieren zwei Personenaufzüge, die bis zur mittleren Aussichtsplattform in 57 Meter Höhe führen. In der Kuppeldecke der Ruhmeshalle sind 324 fast lebensgroße Reiter abgebildet. Die vier 9,5 Meter hohen Statuen der Totenwächter in der Ruhmeshalle stellen Personifikationen der Tugenden dieser Schlacht (Tapferkeit, Glaubensstärke, Volkskraft, Opferbereitschaft) dar. Als Vorbilder der monumentalen Statuen dienten die altägyptischen Memnonsäulen bei Theben.
Die Krypta nimmt das gesamte Mittelrund der Halle ein und stellt das symbolische Grab der über 120.000 bei der Völkerschlacht Gefallenen dar. In ihrer Mitte ist eine meist kranzbeschmückte bronzene Grabplatte in den Boden eingelassen, an den Wänden wachen acht Zweiergruppen von solemnen steinernen Kriegern.
Die Figur an der Basis stellt den Erzengel Michael dar, welcher bei vielen anderen deutschen Schlachten als Beistand (Schutzpatron der Soldaten) galt. Diese gigantische Skulptur trägt die Inschrift "GOTT MIT UNS". Zu seinen Seiten befinden sich an den Sockelmauern zwei jeweils 19 Meter hohe und 30 Meter breite Reliefs, die den Erzengel in einem Streitwagen auf einem Schlachtfeld zeigen, sowie allegorische Frauenfiguren, welche für die Kriegsfurie stehen.
Einige Autoren (Rolf Affeldt, Frank Heinrich) versuchen, den Bau des Denkmals als freimaurerisches Gedankengut zu vermitteln. So orientierte man sich beim Bau an der Einteilung des Salomonischen Tempels - Vorhalle, Hauptsaal, Heiligtum. Auch sonst ist das Gebäude mit vielen Symbolen der Freimaurerei versehen.
Das Völkerschlachtdenkmal ist sanierungsbedürftig. Im Jahr 2003 begannen Rekonstruktions- und Sanierungsmaßnahmen, die bis zum 200-jährigen Jubiläum der Völkerschlacht im Jahr 2013 beendet werden sollen. Die Kosten werden sich auf etwa 30 Millionen Euro belaufen. Die Finanzierung erfolgt über die Stiftung Völkerschlachtdenkmal, den Freistaat Sachsen, die Stadt Leipzig und Spenden.
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