Rauma liegt im Süden der Landschaft Satakunta, die Teil der Provinz Westfinnland ist, an der Küste des Bottnischen Meerbusens ca. 90 km nördlich von Turku und 50 km südlich von Pori. Die Nachbargemeinden von Rauma sind Eurajoki im Norden, Lappi im Osten, Laitila im Südosten und Pyhäranta im Süden.
Das Stadtgebiet Raumas umfasst eine Fläche von 293,1 km². Der
ländliche Teil des Stadtgebiets ist in die zehn Dorfgemeinschaften
Anttila-Voiluoto, Kaaro, Kolla-Nihattula-Tarvola, Kortela und Monna,
Sorkka, Tiilivuori, Unaja, Uotila sowie Vermuntila-Kulamaa eingeteilt.
Die Altstadt von Rauma (Vanha Rauma) ist mit seinen 600
Häusern auf einer Fläche von 28 Hektar der größte zusammenhängende
Holzhauskomplex der Nordischen Länder. Die Häuser, die allesamt
historische Namen tragen, weisen teilweise reich verzierte Fassaden
auf. Der verwinkelte Grundriss geht auf das Mittelalter zurück. Während
andere Holzhausviertel in Finnland meist Feuersbrünsten zum Opfer
fielen, ist die Altstadt von Rauma seit 1682 von Bränden verschont
geblieben und daher außergewöhnlich gut erhalten. 1991 wurde die
Altstadt von Rauma in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes
aufgenommen. Heute ist die Altstadt ein belebtes Wohn- und
Geschäftsviertel mit über 600 Einwohnern. Jedoch haben Pläne zum Bau
eines Einkaufszentrums außerhalb der Altstadt zu Protesten geführt, da
befürchtet wird, dass es dadurch zu Geschäftesterben in der Altstadt
kommen könnte.
Am Marktplatz in der Altstadt befindet sich das Alte Rathaus aus dem
Jahr 1776 mit dem Stadtmuseum von Rauma. Die Heilig-Kreuz-Kirche am
Rand der Altstadt gehörte ursprünglich zum Franziskanerkloster von
Rauma und wurde um 1520 erbaut. Der Kirchturm wurde 1816 angebaut und
diente Seefahrern als Orientierungspunkt. Die ältere, Ende des 15.
Jahrhunderts errichtete Dreifaltigkeitskirche wurde beim Stadtbrand von
1640 zerstört. Ihre Ruinen sind aber bis heute erhalten. Südlich der
Altstadt liegt ein Wasserturm mit Panoramarestaurant.
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Rauma aus der freien Enzyklopädie
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