Er war Hauptkirche des Bistums Havelberg. Das Bistum Havelberg selbst ist eine Gründung König Ottos I. aus dem Jahr 948. Im Rahmen der Deutschen Ostsiedlung wurde es zur Missionierung der ortsansässigen Westslawen gegründet. Havelberg war neben Brandenburg (Havel) das früheste Bistum östlich der Elbe.
Die Domweihe in Havelberg fand am 16. August 1170 statt. Zwischen 1279 und 1330 wurde nach einem Brand der Hauptchor des Gebäudes gotisch umgebaut. Seither bestehen die Außenwände des Kirchenschiffs aus einer nicht dekorativ gestalteten Mischung aus Naturstein und Ziegelmauerwerk. 1907 wurde auf das Westwerk des Domes ein fünfarkadiges, neoromanisches Glockengeschoss mit Dachreiter aufgesetzt.
Ausstattung
Im Inneren des Kirchengebäudes finden sich zahlreiche Ornamentfenster und ein Chorgestühl aus Eichenholz von um 1300. Auch die Kreuzigungsgruppe und einige Kerzenleuchter aus Sandstein stammen aus dieser Zeit. Die in der Chorschranke untergebrachten 20 Relieffiguren stellen ebenso wie die Buntglasfenster Szenen aus dem Leben Jesu dar und datieren aus den Anfängen des 15. Jahrhunderts. Die Entstehung des Orgelprospekt, die Kanzel und der Hochaltar werden auf etwa 1700 geschätzt.
Heute gilt der Havelberger Dom als eine der wichtigsten touristischen Attraktionen entlang der Straße der Romanik. Die angrenzenden Klostergebäude beherbergen unter anderem das Prignitz-Museum mit einer überwiegend heimatkundlichen Sammlung.
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Havelberger Dom aus der freien Enzyklopädie
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