Das Museum hat die Aufgabe, die ländlichen Baudenkmäler des Bundeslandes Niedersachsen zu erforschen und in Beispielen originalgetreu zu dokumentieren. Das Museumsdorf wird jährlich von ca. 250.000 Personen besichtigt.
Auf einem Gelände von 15 ha werden wesentliche Bautypen des niederdeutschen Fachhallenhauses und des ostfriesischen Gulfhauses dargestellt. Es handelt sich um originalgetreue Wiederaufbauten. Insgesamt über 60 Originalgebäude vom 16. bis zum 19. Jahrhundert wurden im Museumsdorf Cloppenburg inzwischen wiedererrichtet. Die zunächst gewählte Form des Wiederaufbaus, der die Häuser als Prototypen im Ur-Bauzustand zeigte, wurde inzwischen weiterentwickelt. Stattdessen wurden seit den 1970er Jahren Häuser unter Bewahrung der Spuren ihrer Geschichte und mit Bezügen zu den Biographien ihrer Bewohner wieder hergestellt.
Unter den Gebäuden finden sich neben Bauern-, Heuer- und Landarbeiterhäusern zahlreiche Beispiele des ländlichen Handwerks: Drechslerei, Zinngießerei, Huf- und Wagenschmiede, Kupferschmiede, Lederschuhmacherei, Holzschuhmacherei, Tischlerei, Zimmermannswerkstatt, Brauhaus, Böttcherei, Blaufärberei, Sattlerei, Töpferei, Gold- und Silberschmiede sowie technischen Kulturdenkmäler wie Mühlen und Kraftmaschinen. Im Museumsdorf Cloppenburg wird versucht, eine möglichst vollständige Reihe der verschiedenen Arten des alten Handwerks und deren Technik im ländlichen Raum im Arbeitsablauf darzustellen.
In den Sammlungen des Museums befindet sich auch der berühmte Meteorit Oldenburg (Fragment 'Bissel', 4,84 kg) welcher 1930 in den Dörfern Bissel (Gemeinde Großenkneten) und Beverbruch (Gemeinde Garrel) vom Himmel gefallen ist. Das Exemplar ist nicht öffentlich ausgestellt.
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Museumsdorf Cloppenburg aus der freien Enzyklopädie
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