Der Name des Ortes leitet sich von keltisch *karn- oder Carn (vgl. das daraus abgeleitete englische cairn = Steinhügel/Steingrab) ab.
Steinreihen
Die Steinreihen, die einzeln stehenden Menhire und die Dolmen bestehen aus dem lokalen Granit der vom Meer aufgeschlossenen Küste. Ihre Oberflächen sind heute großteils verwittert und mit Flechten überzogen.
Die Steinreihen bilden die Gruppen von Kerlescan, Menec und Kermario. Die Reihen sind noch immer über drei Kilometer lang und enthielten ursprünglich über 3000 Steine, die zwischen 0,5 und 4,0 m hoch sind. Die größten Steine befinden sich immer am westlichen Ende. Das ursprüngliche Ausmaß betrug vermutlich 8 km, und die Anlage schloss auch die Monumente von Petit Menec, St.-Barbe und Kerzerho ein. Die Reihen erstreckten sich damit von Crac'h Ria bis Plouharnel.
- Menec hat Steinkreise an beiden Enden (90 und 110 m im Durchmesser). Die Steinreihe ändert einmal die Ausrichtung, was manche Forscher als Hinweis auf einen Bau in zwei Phasen ansehen.
- Bei Kermario sind die Reste des Steinkreises am W-Ende auf Luftbildern noch zu erkennen. Die Steinreihe ändert drei mal ihre Richtung.
- Kerlescan hat einen Steinkreis am Westende, im Osten anscheinend nicht. Sie besteht aus 13 parallelen Reihen, die zwischen sieben und 41 Steinen enthalten. Ein Teil der Megalithen lag bereits als Blöcke vor, viele der kleineren wurden aus dem anstehenden Fels gebrochen.
Großsteingräber
Am Ortsrand befinden sich auch die Dolmen von Kerluir und Beaumer. Im Ort befindet sich ein weiterer Dolmen an der Rue de Courdiec und der Tumulus St. Michel. Der größte artifizielle Erdhügel des Kontinents ist 125 m lang, 60 m breit und etwa 10 m hoch. Er enthält eine Anzahl von Steinkisten und einen Dolmen, die mittels Tunnel zu besichtigen waren. Da durch die Grabungen die Hügelschüttung instabil wurde, sind die Tunnel inzwischen für die Öffentlichkeit gesperrt. Auf der Spitze des Grabhügels befindet sich eine Kapelle für den Erzengel Michael und ein Steinkreuz. Von hier hat man auch eine guta Aussicht über den Golf von Morbihan. Vergleichbare Großtumuli finden sich in Petit Mont und Butte de Caesar, Arzon.
Datierung
Megalithanlagen wurden in der Jungsteinzeit ab 4500 v. Chr. gebaut und bis etwa 2300 v. Chr. genutzt. Gewöhnlich setzt man den Bau der Steinreihen in das Spätneolithikum, Hinweise zur Datierung sind jedoch spärlich. Die Steinreihen von Kermario laufen über den Altneolithischen Langhügel von Le Manio 1, werden damit in eine jüngere Zeit datiert.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Carnac aus der freien Enzyklopädie
Wikipedia und steht unter der
GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine
Liste der Autoren verfügbar.