Sie ist mit
jährlich etwa 500.000 Besuchern die meistbesuchte Burg der Region und
einer der am häufigsten frequentierten Touristenorte ganz Frankreichs.
Die
260 m lange Anlage thront als Gipfelburg in 757 m Höhe am Ostrand der
Vogesen auf einem mächtigen Buntsandsteinfelsen hoch über der
Oberrheinischen Tiefebene und ist eine der höchstgelegenen Burgen im
Elsass. Zusammen mit der am gegenüberliegenden Ende des Bergrückens
gelegenen ca. 200 m entfernten Ruine der Œdenbourg (Petit-Kœnigsbourg)
bildet sie eine Burgengruppe. Der Ausblick reicht weit über das
Rheintal bis zum Kaiserstuhl und auf mehrere benachbarte Burguinen
(u.a. Ortenberg und Ramstein).
Der
Wiederaufbau durch Bodo Ebhardt ging mit der erhaltenen Bausubstanz für
die damalige Zeit relativ rücksichtsvoll um, so dass sich die Burg
immer noch als eine über die Jahrhunderte gewachsene Anlage zu erkennen
gibt. Die verhältnismäßig kleine stauferzeitliche Kernburg mit
unregelmäßigem Grundriss auf höchster Stelle des Felsplateaus hat einen
durch Ebhardt wiederaufgemauerten quadratischen Bergfried (Donjon) mit
südlich anschliessendem Palas (Logis Seigneurial), an dem sich eine
bereits im Spätmittelalter vermauerte Rundbogenarkade mit
Würfelkapitellen erhalten hat. Nach 1479 wurde die Burg zu einer
starken Festung ausgebaut. Westlich und östlich wurde die Kernburg
gegen die aufkommende Artillerie durch mächtige Bollwerke verstärkt,
die in Anlehnung an die stauferzeitliche Anlage in Buckelquadern
ausgeführt wurden. Die von Ebhardt über alten Kragsteinen aufgemauerten
Wehrgänge waren ursprünglich wahrscheinlich in Holz ausgeführt; nur an
einem Turm im östlichen Burghof hat Ebhardt einen hölzernen Wehrgang
rekonstruiert. Um die Hauptburg zieht sich eine Zwingermauer mit elf
halbrunden Schalentürmen. An der Ostseite ist eine Vorburg (Tiergarten)
mit zackenförmigem Abschluss vorgelagert.
Etwa 200 m westlich
liegt die Ruine der Œdenbourg aus dem 13. Jahrhundert. Erhalten sind
vor allem die Schildmauer aus Buckelquadern und die Fassade des
Wohnbaues. Im Dreißigjährigen Krieg nahmen die Schweden von hier aus
die Nachbarburg unter Artilleriebeschuss.
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Haut-Kœnigsbourg aus der freien Enzyklopädie
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