Zwei weitere, bedeutend größere Befestigungstürme und die spitzbogige Brücke über die Seille mit mauergeschützter Zufahrt wurden 1445 durch den Stadtbaumeister Henri de Ranconval hinzugefügt und 1480 durch einen eleganten Laubengang erweitert. Jüngster Bauteil ist der 1526-29 von Philipp Dex als dreieckiges Bollwerk errichtete Brückenkopf, zwei neue Schießkammern wurden 1550 ergänzt.
Bei den Umbauten der Metzer Stadtbefestigung durch die königlichen französischen Festungsbaumeister Vauban (um 1680) und Louis de Cormontaigne (1744-52) wurde das Deutsche Tor als einziges mittelalterliches Stadttor jeweils unverändert in das neue Verteidigungskonzept einbezogen. Die Torburg wurde 1859-62 von der Direction du Génie Militaire und der Metzer Akademie restauriert. Im November 1900 erwarb die Stadt Metz das Bauwerk und richtete darin 1907 ein Museum ein. Im Oktober 1944 wurde das Deutsche Tor durch Artilleriebeschuss schwer beschädigt (Zerstörung der Brücken). Die ersten Wiederherstellungsarbeiten begannen 1946; seit der umfassenden Renovierung 1968 ist das Tor für Fußgänger wieder begehbar. Am 3. Dezember 1966 wurde das Deutsche Tor offiziell unter Denkmalschutz gestellt. Die bisher letzten Sanierungen wurden im Jahr 1996 vorgenommen.
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