| Verwendung: |
Fernsehturm, Restaurant, Aussichtsturm |
| Bauzeit: |
1887–1889 |
| Höhe: |
324,82 m |
| Aussichtsplattformen: |
57 m, 115 m und 276 m |
| Baustoff: |
Stahl |
Er wurde in den Jahren 1887 bis 1889 anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der französischen Revolution erbaut. Der Stahlfachwerkturm ist nach seinem Erbauer Gustave Eiffel benannt und steht an der gleichnamigen Avenue de Alexandre Gustave Eiffel im Parc du Champ de Mars, direkt an dem Fluss Seine. Der 10.000 Tonnen schwere Turm ist 300 Meter hoch, - einschließlich Fernsehantenne sogar 327 Meter. Die Touristenattraktion empfängt mehr als sechs Millionen Besuchern jährlich. Im Jahre 2002 wurde der insgesamt 200-millionste Besucher empfangen.
Das Turmfachwerk besteht aus besonderem Stahl, der im Puddelverfahren verarbeitet wurde, was zu seiner Haltbarkeit bis heute beigetragen hat. Zur Zeit der Errichtung war die veraltete Bezeichnung „Eisen“ für den Baustoff Stahl gebräuchlich. Obwohl der Eiffelturm mit seinen vorgefertigten Stahlteilen in einer industriell zu nennenden Bauweise aus Einzelmodulen zusammengesetzt wurde, ist das seiner architektonischen Gestaltung zugrunde liegende Prinzip ein klassisches – das Fachwerk. Ähnlich wie der Kristallpalast von Joseph Paxton in London erzielten die Konstrukteure des Eiffelturms eine Synthese aus klassischer Bauweise und modernen industriellen Fertigungsverfahren. Das Stahlfachwerk ist bei Gewitterlagen prädestiniertes Ziel von Blitzeinschlägen, die allerdings auf Grund von Blitzschutzvorkehrungen harmlos sind.
Für die Öffentlichkeit zugängliche Plattformen befinden sich auf 57, 115 und 276 Metern Höhe.
Seit der Eröffnung des Eiffelturms standen zwei hydraulisch betriebene Doppeldeckeraufzüge zur Verfügung, die bis zur ersten Plattform fünfzig Personen befördern konnten. Die dafür notwendigen hydraulischen Pressen wurden in die sechzehn Säulen eingebaut. Vom Nordpfeiler aus gelangte man mit einem Otis-Aufzug direkt in die zweite Etage.
Mittels dreier Fahrstuhlgondeln kann man über den Nord-, West- und Ostpfeiler des Eiffelturms auf die ersten beiden Aussichtsplattformen gelangen. In beiden Etagen befindet sich jeweils ein Restaurant. Außerdem findet man im ersten Stock eine Ausstellung über die Geschichte des Eiffelturms. Hier hat der Erbauer die Nachnamen von 72 Wissenschaftlern eingravieren lassen, als Ehrung und Erinnerung an ihre Beiträge zur Wissenschaft, ohne die der Bau des Eiffelturms nicht möglich gewesen wäre.
Will man zur höchsten Plattform gelangen, so muss man in der zweiten Etage umsteigen und auf einen anderen Fahrstuhl wechseln. Erst im Jahre 1983 wurden zwischen der zweiten und dritten Etage vier neue, orangefarbene Fahrstühle eingebaut, welche die alte etwa 1000 Tonnen schwere Wendeltreppe überflüssig machten. Diese Wendeltreppe hat 654 Stufen und ist drei Meter breit.
Die höchste Aussichtsplattform des Eiffelturms ist mit einer Höhe von 276 Metern der höchste, für die Öffentlichkeit zugängliche Teil eines Bauwerks in der EU. Sie verfügt über einen überdachten Bereich und über einen Freiluftbereich.
Nachts wird der Eiffelturm im Ganzen sowohl von innen, als auch von außen angestrahlt. Als ständige Einrichtung leuchtet allnächtlich von der Turmspitze aus ein rotierender Scheinwerferstrahl, der in ganz Paris zu sehen ist. Hin und wieder werden riesige Leuchtschriftzüge als Werbung oder Hinweis auf aktuelle Ereignisse angebracht. Vom 4. Juli 1925 bis zum 26. Mai 1936 trug der Eiffelturm den Leuchtschriftzug C-I-T-R-O-E-N. Für den Schriftzug wurden rund 200.000 Glühlampen und 33 Kilometer Kabel verwendet. Im Zusammenhang mit den Jahrtausendwende-Feierlichkeiten im Vorfeld des 21. Jahrhunderts prangte längere Zeit die Zahl „2000“ am oberen Turmabschnitt.
Laut offizieller Webseite der Betreibergesellschaft des Eiffelturms sei die nächtliche Turmbeleuchtung nach französischem Recht urheberrechtlich geschützt, so dass vor Veröffentlichung von Fotos Gebühren an die Société Nouvelle d'Exploitation de la Tour Eiffel (SNTE) zu entrichten seien.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Eiffelturm aus der freien Enzyklopädie
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