Die Oosterschelde sollte anfangs genauso wie andere Bereiche des Deltagebietes durch einen Abschlussdeich von der Nordsee abgetrennt werden. Dadurch wäre die Oosterschelde von den Gezeiten abgeschnitten worden. Im Laufe der Zeit hätte zudem Süßwasser das Salzwasser verdrängt, was sich massiv auf die gesamte Flora und Fauna ausgewirkt hätte. Insbesondere wären negative Auswirkungen auf die Muschel- und Austernzucht bei Yerseke zu erwarten gewesen.
Die gesamte Sperranlage ist neun Kilometer lang. Proteste nach der Fertigstellung der ersten fünf Kilometer bewirkten ein Umdenken der Regierung, so dass auf den restlichen vier Kilometern anstatt eines Abschlussdeiches ein Sturmflutwehr gebaut wurde. Bei Sturmfluten werden die Tore geschlossen, zu anderen Zeiten erreichen Ebbe und Flut die Oosterschelde weiterhin.
Insgesamt gibt es 65 Pfeiler, die bis 18.000 t schwer und bis zu 65 m hoch sind. Zwischen ihnen wurden 62 bewegliche Tafelschütze aufgehängt, die 42 m breit sind. Die Höhe der Tafelschütze beträgt zwischen 5,9 und 11,9 m. Die Tafelschütze können innerhalb einer Stunde geschlossen werden.
Das Oosterschelde-Sturmflutwehr wurde am 4. Oktober 1986 von Königin Beatrix seiner Bestimmung übergeben.
Auf der ehemaligen Arbeitsinsel Neeltje Jans ist seitdem ein Informations- und Freizeitzentrum eingerichtet geworden.
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Oosterschelde-Sturmflutwehr aus der freien Enzyklopädie
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