Der Name „Schluff“ leitet sich von der mundartlichen Bezeichnung Schluffe für Pantoffeln ab. Im übertragenen Sinne ist Schluff ein müder Mensch, der seine Beine nicht mehr hoch bekommt und mit seinen Pantoffeln, also seinen Schluffe über den Boden schleift. Die gemächliche Reisegeschwindigkeit des Zuges und das schnaufende Geräusch der Dampfmaschine der Lok erinnern an einen Schluff.
Betrieben wird der Schluff heute als Museumseisenbahn von der SWK MOBIL
und unterstützt durch die Vereine „Schluff und historische
Verkehrsmittel Krefeld“, „Freunde der Eisenbahn Krefeld e.V.“ und der
„Interessengemeinschaft Schienenverkehr Krefeld e.V.“.
Seit 1979 wird diese Strecke für Ausflugsfahrten genutzt, zunächst kurz mit einer Diesellok, dann ab 1980 mit der u. g. Dampflokomotive.
An jedem Sonn- und Feiertag zwischen Mai und Oktober fahren hunderte
von Fahrgästen mit dem Schluff von St. Tönis über den Krefelder
Nordbahnhof zum Naherholungsgebiet Hülser Berg. Mitgebrachte Fahrräder
finden in einem eigens dafür angehängten Packwagen Platz.
1995 ist der Schluff als „Bewegliches Denkmal“ in die Denkmalliste der Stadt Krefeld aufgenommen worden.
Die Dampflokomotive
Die Lok „Graf Bismarck XV“ (Nr. 98 8921) wurde 1979 vom Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte übernommen.
Es handelt sich um eine relativ junge Lok (Baujahr 1947/48) der Bauart "D h2t" (4 Kuppelachsen, Heißdampf-Kessel mit 2 Zylindern, Tenderlokomotive), die ursprünglich auf der Zeche Graf Bismarck in Gelsenkirchen im Einsatz war. Die Lok wurde von der Firma Henschel & Sohn in Kassel gebaut (Typ D 600, Fabriknummer He 29893/47).
Um Böschungsbrände durch Funkenflug und Abaschung auf das Gleis zu
vermeiden, wurde die Lok vor ihrem Einsatz auf der waldreichen Stecke
zum Hülser Berg ab 1980 von Kohle- auf Leichtölfeuerung umgestellt. Der BrennerHeizwerk der Stadtwerke Krefeld
an der Alten Gladbacher Straße. Da dieser Brenner - anders als
normalerweise bei ölbefeuerten Dampflokomotiven üblich - nicht mit
Dampf, sondern mit elektrischem Strom betrieben wird, erhielt die Lok
zwei Dampfturbinen mit Generator zur Stromerzeugung, sowie ein Dieselmotor-Stromaggregat zum Anfahren. ist ein ausgemusterter Brenner aus dem
Im Jahr 1997 wurde die Lok im Dampflokwerk Meiningen grundlegend überholt und erhielt einen neuen Kessel. 2005/06 wurde die Lok im selben Werk erneut instandgesetzt.
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Schluff (Eisenbahn) aus der freien Enzyklopädie
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