Dem Park sind das Regionalmuseum Xanten und die Großen Thermen angegliedert. Seit 2007 ist das Regionalmuseum wegen des Umzugs in das neue Museum für Einzelbesucher geschlossen, das neue Museum ist am 16 August 2008 eröffnet worden. Der Eintrittspreis deckt alle drei Teile ab.
Der archäologische Park
1975 begonnen wurde der Park 1977 eröffnet. Er steht unter der Trägerschaft des Landschaftsverbands Rheinland und bietet neben rekonstruierten antiken Bauten auch ein Restaurant und weite Grünflächen. Das dem Park angeschlossene Regionalmuseum befindet sich im Domkapitel in der Innenstadt. Die Großen Thermen, derzeit durch die Bundesstraße 57 vom Rest des Parks getrennt, sollen in den Park integriert werden. Die hierfür notwendige Verlegung der Bundesstraße ist weitgehend abgeschlossen, doch die Erweiterung des Parks auf das komplette Areal der ehemaligen Colonia steht noch aus.
Die 73 Hektar und rund 10.000 Einwohner umfassende Colonia Ulpia Traiana, auf deren Überresten der Park erbaut wurde, war eine der zentralen Städte der Provinz Niedergermanien und wurde 275 beinahe vollständig von Franken zerstört. Die Bewohner errichteten daraufhin auf dem Gebiet der Colonia mit der Siedlung „Tricensimae“ das bedeutendste Festungswerk am Niederrhein, zu Beginn des 5. Jahrhunderts nahmen die Überfälle durch germanische Stämme jedoch dermaßen zu, dass die Siedlung endgültig aufgegeben wurde.
Zur Römerzeit führte ein Seitenarm des Rheins durch das Gebiet. Das Hafentor dient heute als Parkeingang. Die einstige Herberge ist heute ein Restaurant, das auch für Festivitäten im „römischen Stil“ gemietet werden kann. Die Stadt wurde durch Grundwasser-Brunnen, Becken zum Auffangen von Regen und durch ein Aquädukt mit frischem Wasser versorgt. Auch gab es ein unterirdisches Kanalisationssystem für Abwässer. Die Bürgersteige um einzelne Häuserblocks waren überdacht. Bemerkenswerte Bauwerke sind das Amphitheater und der Hafentempel.
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Archäologischer Park Xanten aus der freien Enzyklopädie
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