Als Teil des Griebnitzkanals ist er an seiner Ostseite direkt mit dem Kleinen Wannsee verbunden und wird vom Westen her aus dem Stölpchensee gespeist. Das Wasser fließt vom Teltowkanal über den Griebnitzkanal in Richtung Großer Wannsee.
Im Norden grenzt der Pohlesee an den Berliner Ortsteil Wannsee, im Süden an die Ortslage Berlin-Düppel.
Vor der Anlage der ab 1869 durch den Bankier Wilhelm Conrad realisierten Villenkolonie »Alsen« trug der Pohlesee zusammen mit dem Kleine Wannsee den Namen Stolpsches Loch oder Stolper Loch – nach dem westlich gelegenen Dorf Stolpe. Wegen dieses wenig repräsentativen Namens erfolgte die Umbenennung, wobei der See an seiner schmalsten Stelle geteilt wurde und der südwestliche Abschnitt den Namen Pohlesee erhielt.
Am Pohlesee befinden sich zahlreiche Liegeplätze für Yachten, sowie einige Privatgrundstücke. Vom Stölpchensee ist der Pohlesee durch die Alsenbrücke getrennt, welche früher den einzigen Zugangsweg zu der Exklave Steinstücken sowie Albrechts Teerofen und Kohlhasenbrück bildete.
Eines der repräsentativsten Bauwerke am Pohlesee stellt die ehemalige Villa Joergers da. Sie wurde 1906 durch die Ingenieure Breslauer & Salinger für den Berliner Bankier Carl Joergers als Sommersitz im Stil märkischer Herrenhäuser mit Kutscherhaus und Pferdestall auf einem großzügigen, sorgfältig gestalteten Seegrundstück errichtet. Im Mai 1945 wurde Carl Joergers in seinem Landhaus von sowjetischen Soldaten erschossen, als er sich schützend vor seine wertvolle Weinsammlung stellte. Seine Witwe Elisabeth starb nur wenige Wochen später. Heute ist das Anwesen als wannseeFORUM eine Bildungsstätte der internationalen Jugendarbeit.
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Pohlesee aus der freien Enzyklopädie
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